Public Affairs und Campaigning: Abstimmungen in Gemeinden und Kantonen
Kommunale Abstimmungskampagnen für Bürgerkomitees, Verbände und Gewerbe
BERTAKOMM plant und führt Abstimmungskampagnen auf Gemeinde- und Kantonsebene: für Bürgerkomitees, Interessengemeinschaften, Verbände, Unternehmen und Parteien, die eine Urnenabstimmung oder eine Gemeindeversammlung gewinnen wollen, oft gegen die Empfehlung von Stadtrat, Parlament und Parteien. Strategie, Botschaften, Bürgerkomitee, Kampagnen-Website, Hauswurf, Plakate, Leserbriefe, Social Media und die Mobilisierung bis zum Abstimmungssonntag kommen aus einer Hand, auch wenn bis zur Abstimmung nur noch wenige Wochen bleiben.
Kommunale Kampagnen
Im Dorf entscheidet der Briefkasten, nicht die Tagesschau
Eine Abstimmung in der Gemeinde wird am Gartenzaun, in der Mehrzweckhalle und im Briefkasten entschieden. Die Gegenseite heisst oft Stadtrat, Gemeinderat oder Parlament, hat die Zahlen, das Abstimmungsbüchlein und die Parteien hinter sich. Wer dagegenhält, braucht ein Komitee aus der Gemeinde, eine Botschaft, die hängen bleibt, und eine Mechanik, die aus Sympathisantinnen und Sympathisanten Mitglieder, Blachenstandorte, Leserbriefe und am Ende Stimmen macht.
Dafür arbeiten wir mit einer festen Reihenfolge: zuerst Strategie und Botschaften, dann das Komitee und seine Website, danach die Reichweite. Die Website macht aus Interessierten Mitglieder, Hauswurf und Plakate bringen die Fragen in jeden Haushalt, die Mobilisierung entscheidet am Schluss. So haben Komitees in Kloten, Rafz, Illnau-Effretikon und Birmenstorf gegen Behördenempfehlungen gewonnen.
Kommunale Kampagnen in Kürze
- Ein Komitee aus der Gemeinde mit Präsidium, bekannten Gesichtern und einer breiten Trägerschaft
- Botschaften als Fragen statt als Zahlenstreit mit der Behörde, zum Beispiel «Lust auf 7’000 neue Nachbarn?» in Kloten
- Mittel, die im Dorf wirken: Hauswurf an alle Haushalte, Hohlkammerplakate und Blachen, Leserbriefe, Inserate im Lokalanzeiger, Social Media und Google Ads mit Geotargeting
- Kampagnen-Website des Komitees in 72 Stunden: Beitritt, Argumente, Spenden, Meinungsbeiträge und Materialbestellung
- Gemeindeversammlung: FAQ, Infoanlässe, Fahrdienst und vorbereitete Voten, denn wer kommt, gewinnt
- Zeitbedarf je nach Vorlage, Termin und Gemeinde verschieden; fix sind die Termine der Gemeinde: Komiteename und Domain vor dem Druck des Abstimmungsbüchleins, Hauswurf vor den Stimmunterlagen
- Budget als Kostendach, abhängig von Grösse der Gemeinde, Anzahl Haushalte und Mitteln; finanziert über Trägerschaft und Spenden
Massnahmen
Was in einer kommunalen Kampagne wirkt
01
Analyse und Strategie
Vorlage, Vorgeschichte, Stimmverhalten der Gemeinde, Gegenseite und ihre Zahlen. Daraus die Stossrichtung: Was muss das Ja-Lager beweisen, was müssen wir nur sichtbar machen?
02
Botschaften und Key Visual
Drei bis vier Dachbotschaften als Fragen, ein Abbinder mit Datum und Parole, ein Bild oder Begriff, der hängen bleibt: die goldene Brücke, die 7’000 Nachbarn, die Wildsau mit «Geld bleibt hier!».
03
Komitee und Trägerschaft
Aufbau von Präsidium, Gesichtern und Trägerschaft, Rollenteilung im Kernteam, Komitee-Tool mit Freigabe auf der Website, Mailings an die Mitglieder.
04
Kampagnen-Website
One-Pager mit Beitritt, Argumenten, Spenden, Meinungsbeiträgen und Materialbestellung, auf Basis der Online-Toolbox innert 72 Stunden online, danach vom Komitee selbst gepflegt.
05
Hauswurf an alle Haushalte
Flyer A5 oder Streuwurf über den Flyerservice der Schweizerischen Post, terminiert vor den Stimmunterlagen oder vor der Gemeindeversammlung, mit QR-Code auf die Website.
06
Plakate und Blachen
Hohlkammerplakate an Kandelabern gemäss Plakatreglement der Gemeinde, Blachen auf Privatgrund von Komiteemitgliedern, F12 und F200 an den Einfallsachsen. Gestaltung, Produktion und Logistik.
07
Inserate und Gemeindeblatt
Inserate im Lokalanzeiger, in der Regionalzeitung und in den Mitteilungsblättern, Beilagen zu den Verteilern von Verbänden und Vereinen.
08
Leserbriefe und Medienarbeit
Medienmitteilungen für Lokal- und Regionalmedien, Leserbriefvorlagen und Koordination der Schreibenden, Medientraining für die Gesichter des Komitees, Medienspiegel auf der Website.
09
Social Media und Online-Werbung
Komitee-Profile, Testimonials und Clips, Meta- und Google-Ads mit Geotargeting auf die Gemeinde, Community-Management in lokalen Facebook-Gruppen.
10
Gemeindeversammlung
FAQ für das Dorfgespräch, Infoanlässe, Fahrdienst, Mobilisierung der Mitglieder, vorbereitete Voten und Antworten auf die Behörde, Plan für den Antrag auf Urnenabstimmung.
11
Standaktionen und Strassenpräsenz
Stand auf dem Dorfplatz oder vor dem Einkaufszentrum, Material für Mitglieder, Präsenz an Märkten und Vereinsanlässen, Aktionen zum Versand der Stimmunterlagen.
12
Begleitung bis zur Urne
Wöchentliche Sitzung mit dem Kernteam, Freigaben, Terminplan bis zum Abstimmungssonntag, Schulung des Komitees für Website und Versände nach der Kampagne.
Referenzen
Abstimmungskampagnen aus Gemeinden und Kantonen
Vom Richtplan in Kloten bis zur Gemeindeversammlung in Rafz: Diese Kampagnen hat BERTAKOMM für Komitees in Gemeinden und Kantonen geführt, mit den Resultaten an der Urne oder im Saal und mit den Mitteln, die den Unterschied machten.
Urnenabstimmung vom 24. November 2024
Kommunale Abstimmung, Stadt Kloten ZH
Zweimal Nein zur Grossstadt Kloten
Stadtrat, Parlament mit 26 zu 2 Stimmen und alle sieben Parteien empfahlen Ja zum neuen Richtplan und zur Umzonung Steinacker mit Wohnraum für 7’000 Personen. Elf Wochen vor der Abstimmung erhielt BERTAKOMM das Mandat: Bürgerkomitee, vier Fragen als Botschaften («Lust auf 7’000 neue Nachbarn?»), One-Pager, Hauswurf an alle Haushalte, F12 und F200, Blachen, Meta- und Google-Ads. Die Zahl der Gegenseite wurde zum Bild der Kampagne, der Stadtrat musste beweisen, dass sein Plan funktioniert. Beide Vorlagen scheiterten: Richtplan 2’263 zu 2’086, Umzonung 2’333 zu 2’183.
Ja
Nein
Kampagnenziel erreicht: Richtplan 52.0% Nein, Umzonung Steinacker 51.7% Nein.
Mittel
Die Website des Bürgerkomitees: eine Frage, ein Abbinder, zwei Mal Nein.
Das F12 an der Einfallsachse: die Zahl der Gegenseite als Bild.
Gemeindeversammlung vom 16. Juni 2025
Kommunale Abstimmung, Gemeinde Rafz ZH
Nein zur Deponie Bleiki
Die Gemeindeversammlung entschied über den Dienstbarkeitsvertrag für eine Deponie der Klassen A bis E im Gebiet Bleiki. Das Bürgerkomitee stellte eine Frage auf Plakat, Flyer und Hauswurf: «Wollen wir in Rafz mehr Schwerverkehr und weniger Sicherheit?» Die Fachargumente zum Naturschutz vertraten Fachorganisationen im eigenen Namen. Mobilisierung als System: Materialbestellung für die Mitglieder, FAQ für das Dorfgespräch, zwei Infoanlässe, Medientraining, Fahrdienst und vorbereitete Voten. Statt der erwarteten 500 kamen 906 Stimmberechtigte in die Saalsporthalle: 678 Nein zu 176 Ja, der Antrag auf eine Urnenabstimmung wurde abgelehnt.
Ja
Nein
Kampagnenziel erreicht: 678 Nein zu 176 Ja, rund 1’000 Besucherinnen und Besucher.
Mittel
Das Plakat am Gartenzaun: Verlustbegriffe, Datum, Ort, QR-Code, keine Zahlen.
Die Website als Beitrittsmaschine: Komitee, Argumente, Meinungsbeiträge.
Urnenabstimmung vom 12. März 2023
Kommunale Referendumsabstimmung, Gemeinde Birmenstorf AG
Ja zu Kies aus Birmenstorf
Gegen das Materialabbaugebiet Grosszelg war das Referendum ergriffen worden. Das Pro-Komitee setzte auf eine Figur statt auf ein Dossier: die Wildsau, die in Birmenstorf vom Kreisel her alle kennen, als Sparsau mit der Botschaft «Geld bleibt hier!». Dazu ein Flyer an alle Haushalte vor den Stimmunterlagen, Blachen an privaten Standorten, Testimonials aus dem Dorf, ein One-Pager auf Basis des Flyers und Social Ads. Resultat: 567 Ja zu 511 Nein bei 56.1% Stimmbeteiligung.
Ja
Nein
Kampagnenziel erreicht: Materialabbaugebiet angenommen. Stimmbeteiligung 56.1%.
Mittel
Die Sparsau am Kandelaber: ein Bild, das im Dorf jeder kennt.
Urnenabstimmung vom 29. November 2020
Kommunale Volksinitiative, Stadt Illnau-Effretikon ZH
Ja zum grossen Dorfplatz in Illnau
Die Volksinitiative verlangte den Abbruch des maroden Gebäudes im Dorfzentrum von Illnau und einen grossen Dorfplatz mit Neubau; Stadtrat, Gemeinderat und Heimatschutz setzten auf den Gegenvorschlag. Für das Komitee mit kleinem Budget gestaltete BERTAKOMM das Sujet mit der Visualisierung, den Flyer an alle Haushalte und die Kampagnen-Website mit Stimmen aus der Politik unter dem Motto «Weg mit dem maroden Gebäude. Sie entscheiden!». Die Initiative wurde mit 55.3% Ja angenommen, der Gegenvorschlag abgelehnt.
Ja
Nein
Kampagnenziel erreicht: Initiative angenommen, Gegenvorschlag abgelehnt.
Mittel
Die Website mit der Visualisierung: «Weg mit dem maroden Gebäude. Sie entscheiden!»
Urnenabstimmung vom 28. November 2021
Kommunales Parlamentsreferendum, Stadt Illnau-Effretikon ZH
Nein zur goldenen Brücke
Der Grosse Gemeinderat hatte den Projektierungskredit von 250’000 Franken für die Passerelle Girhalden mit 18 zu 14 Stimmen bewilligt, 14 Ratsmitglieder ergriffen das Parlamentsreferendum. Das Ja-Lager argumentierte mit dem Richtplan und dem Velo- und Fussverkehr, das Nein-Lager mit einem Bild: der goldenen Brücke. Flyer an alle Haushalte, Hohlkammerplakate («Nein zur unnötigen Luxus-Brücke») und Leserbriefe genügten: 52.7% Nein bei 71.5% Stimmbeteiligung, obwohl das Volk den Richtplan mit der Passerelle drei Jahre zuvor angenommen hatte.
Ja
Nein
Kampagnenziel erreicht: Kredit abgelehnt. Stimmbeteiligung 71.5%.
Mittel
Die goldene Brücke auf dem Hohlkammerplakat: ein Begriff schlägt ein Dossier.
Kantonale Abstimmung vom 25. September 2022
Kantonale Volksinitiative, Kanton Zürich
Nein zum Steuerschwindel
Die Volksinitiative der AL «Keine Steuergeschenke für Grossaktionärinnen und Grossaktionäre» wollte die Teilbesteuerung von Dividenden von 50 auf 70 Prozent erhöhen. Für das Nein-Komitee übernahm BERTAKOMM die Gesamtleitung der Kampagne: Dachbotschaften, Key Visual, Werbekonzept und Umsetzung der Massnahmen. Die Plakate stellten gegenüber, wen die Initiative vorgibt zu treffen und wen sie tatsächlich trifft: Gewerblerinnen und Gewerbler aus dem Kanton. Resultat: 50.5% Nein, 225’550 zu 221’240 Stimmen.
Ja
Nein
Kampagnenziel erreicht: Initiative abgelehnt, Differenz 4’310 Stimmen. Stimmbeteiligung 49%.
Mittel
Das F200 in der Unterführung: Vorgabe und Wirklichkeit auf einem Plakat.
Erstgespräch
Ihre Abstimmung steht an? Reden wir über den Fahrplan.
Ob Richtplan, Deponie, Kiesgrube, Schulhaus, Steuerfuss oder Kredit: In 30 Minuten skizzieren wir, wie Ihre Kampagne aussehen könnte, mit Botschaften, Massnahmen, Fahrplan bis zur Abstimmung und einem Kostendach. Auch wenn nur noch wenige Wochen bleiben.
Die Agentur
BERTAKOMM: Agentur für Abstimmungskampagnen in Gemeinden und Kantonen
BERTAKOMM ist eine Schweizer Kommunikationsagentur mit über 40 Mitarbeitenden in Zürich, Bern, Basel, St. Gallen, Lausanne und Mendrisio. Public Affairs, Kampagnenstrategie, Kreation, Websites, Video und Social Media kommen aus einem Team: Dieselben Leute, die nationale Abstimmungskampagnen für den HEV Schweiz oder die einheitliche Finanzierung geführt haben, begleiten Bürgerkomitees in Kloten, Rafz, Illnau-Effretikon und Birmenstorf. Mit der Online-Toolbox steht die Website des Komitees in 72 Stunden.
Zürich
Bern
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St. Gallen
Lausanne
Mendrisio
Ihre Ansprechperson
Janick Tagmann
Managing Partner
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Ihre Ansprechperson
Katja Blöchlinger
Director
Telefon
Mobile
Häufige Fragen zu kommunalen Abstimmungskampagnen
Wer hilft bei einer Abstimmungskampagne in der Gemeinde?
Was kostet eine kommunale Abstimmungskampagne?
Wie viel Zeit braucht eine Abstimmungskampagne in einer Gemeinde?
Was macht BERTAKOMM, was macht das Komitee?
Wie gewinnt man eine Gemeindeversammlung?
Welche Botschaft funktioniert gegen Stadtrat und Parlament?
Braucht ein Komitee eine eigene Website?
Was ist bei Plakaten in der Gemeinde zu beachten?
Funktioniert das Vorgehen auch bei kantonalen Abstimmungen?
Wie starten wir mit BERTAKOMM?
Referenzen
Nationale Abstimmungskampagnen
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