Sujet der Kampagne «Versorgungs-Chaos Nein» zur Abstimmung vom 14. Juni

Allianz Gesundheitswesen

ABSTIMMUNGSKAMPAGNE «VERSORGUNGSCHAOS NEIN»

Eine Allianz von Verbände aus dem Gesundheitswesen beauftragte die Agentur BERTAKOMM mit der Konzeption und Umsetzung der Abstimmungskampagne «Versorgungschaos NEIN». Die Kampagne richtete sich gegen der Volksinitiative 10-Millionen-Schweiz, die aus Sicht des Gesundheitswesens die medizinische Versorgung der Bevölkerung ernsthaft gefährdet hätte.

Komitee der Kampagne «Versorgungs-Chaos Nein» an einem Medienanlass Komitee der Kampagne «Versorgungs-Chaos Nein» an einem Medienanlass Komitee der Kampagne «Versorgungs-Chaos Nein» an einem Medienanlass

Ausgangslage

Die zur Abstimmung stehende SVP-Initiative sah eine starre Bevölkerungsobergrenze von zehn Millionen Menschen in der Verfassung vor. Bei Überschreitung dieses Grenzwerts wäre das Personenfreizügigkeitsabkommen mit der EU zwingend zu kündigen gewesen. Für das Schweizer Gesundheitswesen hätte dies einschneidende Folgen gehabt: Rund 43 Prozent der Ärztinnen und Ärzte sowie über 20 Prozent des Pflegepersonals verfügen über ein ausländisches Diplom. Spitäler, Geburtshäuser, Pflegeheime, soziale Institutionen und die Spitex wären ohne diese Fachkräfte nicht mehr in der Lage, ihren Versorgungsauftrag zu erfüllen. Verschärft wurde die Ausgangslage durch den demografischen Wandel: Eine alternde Bevölkerung erhöht den Bedarf an Gesundheitsleistungen, während die Erwerbsbevölkerung schrumpft. Die Gesundheitsverbände sahen deshalb unmittelbaren Handlungsbedarf.

Sujet der Kampagne «Versorgungs-Chaos Nein»: Operationsteam mit fehlender Fachperson als Silhouette Sujet der Kampagne «Versorgungs-Chaos Nein»: Operationsteam mit fehlender Fachperson als Silhouette Sujet der Kampagne «Versorgungs-Chaos Nein»: Operationsteam mit fehlender Fachperson als Silhouette

Strategie

Die Kampagne setzte auf eine breit abgestützte Allianz der Schweizer Gesundheitsorganisationen, um der Initiative mit einer einheitlichen und glaubwürdigen Branchenstimme entgegenzutreten. Im Zentrum standen die konkreten Folgen für die Bevölkerung: eingeschränkter Zugang zu Behandlungen, längere Wartezeiten und steigende Krankenkassenprämien. Die digitale Kommunikation zielte darauf ab, diese Risiken verständlich und faktenbasiert zu vermitteln – in allen drei Landessprachen, um eine möglichst breite Öffentlichkeit zu erreichen.

Redner an der Medienkonferenz der Kampagne «Versorgungs-Chaos Nein»
Logo der Kampagne «Versorgungs-Chaos Nein»
Trägerorganisationen der Kampagne «Versorgungs-Chaos Nein»
Rednerin an der Medienkonferenz der Kampagne «Versorgungs-Chaos Nein»

Umsetzung

Der Schwerpunkt der Kampagne lag auf der mehrsprachigen digitalen Bespielung der Social-Media-Kanäle in Deutsch, Französisch und Italienisch. Dafür wurden Videoinhalte sowie weiteres Social-Media-Material produziert, das die Risiken der Initiative für das Schweizer Gesundheitswesen anschaulich darstellte. Die Inhalte wurden über die Kanäle der beteiligten Gesundheitsverbände sowie über bezahlte Werbemassnahmen verbreitet.

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